Was uns bewegt

Was uns bewegt.

Wir sind eine Gruppe von Seniorinnen und Senioren zwischen 60 und 90 Jahren, die etwas für eine bessere Zukunft bewegen wollen. Wir haben an einem Seminar der Mittwochsakademie der Universität Siegen teilgenommen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Gustav Bergmann und Dr. Anne-Katrin Schwab diskutierten wir mit jungen Studierenden Themen einer lebensdienlichen Wirtschaft. Das Seminar hat uns begeistert und trug zur Gründung dieses Arbeitskreises bei. 

Was uns bewegt

Wir tragen alle in uns die Hoffnung auf eine gelingende Zukunft für unsere Kinder, Enkel, Urenkel und ihre Mitmenschen. Wir stellen uns vor, dass es eine Gesellschaft geben könnte, die von dem bestimmt ist, was im Leben wirklich zählt. Kapital hat nicht mehr die Priorität. Der Mensch steht an erster Stelle. Der Mensch, der die Erde rücksichtsvoll nutzt und nicht ausbeutet, sondern pflegt und die Mitwelt im Auge hat. Wir sind für einen Weg aus dem Turbo-Kapitalismus mit Wachstumszwang hin zu einer Ökonomie des Gemeinwohls, die auf Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Unternehmen sollten sich und ihre Organisation völlig neu definieren und mehr Beiträge zum Gemeinwohl leisten. Dafür gäbe es Steuerermäßigungen nach einem Bewertungssystem. Die Arbeitswelt wird sich ändern. Arbeitende sollen eine demokratisierte, digital-ökologische Wirtschaft mitgestalten. Die Menschen können dann mehr für das Gemeinwohl tätig sein und müssen fehlende Erwerbsarbeit nicht fürchten, weil sie einen Anspruch auf ein Grundeinkommen haben. Große Vermögen und Erbschaften sowie Geld- und Spekulationsgeschäfte werden angemessen besteuert und tragen so zur Finanzierung bei. Die Unterschiede zwischen Geldadel und Armut werden gemildert. Verbraucher ändern ihre Vorstellung von Shoppen und Lebensqualität. Wir sehen, dass immer mehr Menschen bereit sind zur Klimawende. Wir brauchen Städte, die den Menschen und nicht das Auto in den Mittelpunkt rücken, mit kostenfreiem ÖPNV und sicheren Wegen für Fußgänger und Radfahrer. Wir stellen uns vor, dass die regionale Wirtschaft gestärkt ist und Waren seltener um den halben Erdball geschickt werden. Auch die Menschen in fernen Ländern leben und arbeiten unter menschenwürdigen und nachhaltigen Bedingungen, sodass wesentliche Gründe verschwinden, weshalb sie ihre Heimat verlassen müssen. Wir sind uns einig, dass ein baldiger Wertewandel in der Gesellschaft und ein entsprechendes politisches Handeln erfolgen müssen, weil das, ökologisch und human gesehen, der letzte Ausweg ist.

Was wir wollen

  • Wir wollen die Hintergründe und Wechselwirkungen von Armut, Flucht, Erderwärmung, Abholzung des Regenwalds, Bienensterben, Mikroplastik usw. verstehen und sie dann auf verschiedene Art so darstellen, dass sie für jeden verständlich sind. 
  • Wir fordern die Medien auf, verstärkt von den vielen Initiativen und Institutionen zu erzählen, die jetzt schon hoffnungsvolle Schritte gehen. 
  • Wir behalten die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen im Blick und wollen uns mit anderen Gruppen zu ähnlichen Zielen vernetzen.